In der Rheinpfalz: Einladung für Kinder...
Juni 2008 -
... zum "Schnupperfischen am Silzer See"
Eine Einladung für Kinder...zum Töten!
wir sind sprachlos, fahren hin, schauen uns das Sepktakel an und schreiben
anschließend einen Leserbrief!
Unser Leserbrief
zu „Schnupperfischen am Silzer See“ (05.06.2008)
Kinder werden in naher Zukunft die Kunst des Angelns erlernen können.
Dies erzieht „zur Achtung der Flora und Fauna“ und ist außerdem eine
„sinnvolle Freizeitbeschäftigung“. Oder etwa nicht? Ist es denn eine
sinnvolle Freizeitbeschäfti-gung, einem Fisch einen Haken durch den Körper zu jagen?
Es ist schockierend, dass sich fast jeder vierte deutsche Haushalt ein Hobby
ausgesucht hat, in dem man Tiere (denn auch Fische sind Tiere, und zwar sehr
kommunikative und sensible) auf höchst brutale Art und Weise einfängt, sie
tötet oder wieder freilässt und ihnen so erwiesenermaßen erheblichen Schmerz
zufügt und enormem Stress aussetzt! Und das als Freizeitbeschäftigung?
Entschuldigen Sie vielmals, aber das Angeln lehrt in keinster Weise Achtung
vor Flora und Fauna. Zur Achtung vor dem Leben zu erziehen, kann nicht bedeuten,
dass man dazu Tiere töten oder verletzen muss.
Außerdem tritt noch die Frage auf, wie weit der Weg von einem Fisch zu einem anderen
Tier zu einem Menschen ist? Es ist erwiesen, dass 87% aller Kinder, die Tiere gequält
haben, später gewalttätig wurden!
Nun, schauen wir doch einmal, was alles mit einem Fisch passiert, der geangelt wird
oder wurde:
der Sauerstoffmangel führt zu erheblichem Stress mit darauf folgenden physiologischen
Schäden und teilweise tödlichem Ausgang,
der andersartige Druck unserer Luft führt zu enormen Veränderungen, die, wieder im
Wasser, die Atmung und den Blutdruck erheblich belasten,
das Fangnetz oder das Entfernen des Angelhakens per Hand beschädigen die Epidermis,
die oberste Hautschicht, die ungemein wichtig für die Flüssigkeitsbalance zwischen dem
Fisch und der Umgebung und praktisch ein Schutzschild gegen viele Krankheitserreger ist,
eine eingerissene Schwimmblase und ein toxischer Aufbau von Milchsäure in den Muskeln
sind sehr wahrscheinlich.
Dies sind nur einige Folgen, die das Angeln hat, doch sie reichen vollkommen aus, um gegen
„Schnupperfisch für Kinder und Jugendliche“ oder überhaupt gegen das Angeln an sich zu sein.
Außer Frage steht dabei noch der Schmerz, den der Fisch empfindet, denn mittlerweile ist
nachgewiesen, dass Fische Schmerz empfinden und dass sie Angst haben! Leider können sie
nicht schreien........
Bitte denken Sie noch einmal darüber nach, ob der „Schnupperfischen“ wirklich der richtige
Weg ist, um zur Achtung vor dem Leben und der Natur zu erziehen. Wenn Sie den Kindern schon
eine sinnvolle Freizeitmöglichkeit anbieten wollen um Flora und Fauna zu bewahren, dann wäre
es doch wesentlich sinnvoller Unterricht anzubieten, der Achtung vor dem Leben lehrt und nicht
Leben vernichtet.
Mit freundlichen Grüßen
Schüler für Tiere
und sogar Mädchen...