Grafik: optische Trennlinie

Rheinpfalz veröffentlicht zum Thema Zoo ...

Oktober 2008 -
... und SfT reagiert mit einem Leserbrief


„Schwarz, bockig, lockig und trotzdem süß"

Landaus Antwort auf Knut und Flocke: Ein Quessant-Schaf soll den Eisbären Konkurrenz machen

Landaus Antwort auf die Eisbärenbabys Knut und Flocke ist „schwarz, bockig, lockig und trotzdem süß", erzählt Zooleiter Dr. Jens-Ove Heckel begeistert. Der neue Star im Landauer Zoo ist aber kein Raubtier, sondern ein Quessant-Schaf.

„Bei aller Würdigung kleiner Eisbären, aber irgendwie geht einem das Getue ein bisschen auf den Nerv. Es gibt ja in einem Zoo auch noch andere Tiere zu sehen, außer kleinen Eisbären." Dabei gibt Heckel lachend zu, dass da vielleicht auch der „Neid der Nichthabenden" mitschwingen kann.

Ganz so nichthabend ist der Zoo Landau dieser Tage aber dann auch wieder nicht. Nur wenige Tage alt ist das kleine - noch namenlose - Quessantschaf. Bereits zum zweiten Mal gab es bei den Zwergschafen, die ursprünglich auf der gleichnamigen Atlantikinsel beheimatet waren, Nachwuchs. Laut Heckel ist das Quessantschaf die kleinste Schafrasse der Welt: „Kleine, robuste Bürschchen."

Zu sehen sind die Tiere im Streichelzoo. Dort wird auch demnächst das Jungtier, ein Bock, wollnah zu bestaunen sein. „In den nächsten Tagen wird es rauskommen. Zu Ostern auf jeden Fall", verspricht Heckel. Da Landaus Antwort auf Knut und Flocke aber noch keinen Namen hat, bittet Heckel um die Mithilfe der Landauer. „Der beste Vorschlag gewinnt einen tollen Preis", verspricht Heckel.

Aber auch in anderen Gehegen, zum Beispiel bei den Großen Maras (Nagetiere aus Südamerika), ist Nachwuchs zu bestaunen. Bei den Braunkopfklammeraffen ist bereits das achte Jungtier in der Gruppe. „Ein fantastischer Zuchterfolg", frohlockt Heckel, gehören die Braunkopfklammeraffen doch zu den weltweit 25 bedrohtesten Affenarten. Und weil die possierlichen Primaten in der Regel auch eine gute Show liefern, sind sie auch einer der Besuchermagneten im Zoo. Auch bei den Watussirindern sind in jüngster Vergangenheit mehr Besucher zu sehen. „Das Kalb mit seinen wackligen Beinchen, das finden die Leute auch süß", hat Heckel beobachtet.

In den kommenden Tagen und Wochen erwartet der Direktor des Zoos noch etliche weitere Jungtiere. So sei beispielsweise die Sau bei den Pinselohrschweinen „kugelrund". Auch bei Zwergseebären, Dromedaren und Gnus könnte es im Laufe des Jahres klappen. Natürlich wird auch in diversen Vogelnestern schon fleißig gebrütet. Auch die Humboldt-Pinguine seien auf der neuen Anlage schon mit dem Nestbau beschäftigt.

Ein bisschen aus der Reihe laufen da die Raubtiere. Während Heckel beim Fennek (Wüstenfuchs) „mal gespannt" ist, ob sich in diesem Jahr in Sachen Nachwuchs etwas tut, ist das Pärchen Sudan-Geparden in Sachen Paarung noch zurückhaltend. „Die zicken leider noch ein bisschen rum. Die Dame gibt sich noch etwas bedeckt", erklärt Jens-Ove Heckel. Und auch bei den Erdmännchen sind noch keine Zuchterfolge zu verzeichnen. „Da sind wir schon etwas verschnupft. Sollte in diesem Jahr nichts passieren, dann müssen wir mal die Gruppe etwas durcheinanderwürfeln", kündigt Heckel an.

Unser Leserbrief dazu: PDFhier...