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Native Horsemanship Kurs in Saarbrücken...

20. und 21. Februar 2010 -
... Vroni macht ganz neue Erfahrungen!

Vom 20 – 21. Februar waren Bine und ich in Saarbrücken/Ensheim auf einem Native-Horsemanship-Kurs. Native-Horsemanship bedeutet so viel wie Reiten ohne Trense, ohne Gebiss und ohne Sattel – im Indianerstil.
Das Wochenende war einfach nur perfekt (abgesehen vom Wetter).

Also: Am Samstag fing es erstmal um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück (leider nicht nur vegetarisch) an. Danach stellten wir uns alle vor und schon ging es mit trockener Theorie weiter. Doch trocken war die Theorie eigentlich gar nicht. Es ging um wichtige Aspekte über das Zusammenleben in einer Pferdeherde, z.B. wer das ranghöchste Pferd ist, was der Hengst in einer Herde tut und was ein Omega-Pferd ist. Nachdem wir das alles erfahren hatten, machten wir Trockenübungen an halbvollen Plastikflaschen mit einem vier Meter langen Seil, bevor wir später ans lebende Objekt durften. Dabei sollten wir lernen, das Seil so an die Flasche zu werfen, dass sie umfällt, ohne dass wir das Seil dabei aus der Hand verloren. Außerdem sollten wir es in Achtern schwingen.
Nach dem Mittagessen, es gab Thailändisch oder Pizza vom Lieferdienst, ging es mit der Praxis los. Wir gingen wir zum Round-Pen, das ist eine Art Arena, die etwa drei Meter hoch mit Brettern umrandet ist und einen Durchmesser von ca. 20 Metern hat. Dort führte uns Isi „Gentleman“, einen sehr schönen Fuchswallach, vor und zeigte wie es ist mit einem Pferd auf Indianerart zu reiten. Isi konnte sogar galoppieren, nur indem sie ihr Gewicht nach hinten verlagerte…das war echt beeindruckend!
Anschließend haben wir von Walter dem Kursleiter, alle möglichen Arten von Gebissen gezeigt bekommen. Er hat uns erklärt, dass Pferde mit Gebiss immer völlig unter Stress stehen. Denn dadurch, dass sie ständig auf dem Gebiss herumkauen, haben sie einen erhöhten Speichelfluss. Dadurch müssen sie sehr oft schlucken – aber atmen müssen sie ja auch noch. Das heißt, sie haben die ganze Zeit einen Zwiespalt zwischen Schlucken, Kauen und Atmen. Da die Pferde genauso wie wir Menschen nicht während des Atmens schlucken können, haben sie während des Reitens immer zu kämpfen. Das ist auch einer der Gründe, warum indianisches Reiten so gut für Pferde ist. Da haben sie nämlich kein Gebiss, das sie stört.
Nun waren wir an der Reihe: Jeder sollte mit dem Pferd das „Jo-Jo-Spiel“ ausprobieren. Dabei soll das Pferd sich auf einer geraden Linie vorwärts und rückwärts auf Kommando bewegen. Zurück ging das Pferd, indem man ihm auf die Vorderhufe schaute und zeigte und dabei z.B. „Back“ sagte. Man durfte aber nicht in die Augen schauen, dann funktionierte es nicht…
Die Pferde konnten es schon, aber es ging darum, dass wir es erst mal lernen sollten. Nachdem auch das jeder gemacht hatte, gingen wir zum ersten Mal aufs Pferd. Natürlich ohne Sattel und Trense! Einer von uns hat das Pferd geführt, während der andere oben saß (an der Seite lief einer der Mitarbeiter zu unserer Sicherheit mit). So machten wir die Runde erst im Schritt und dann im Trab. Ich durfte auf dem „Sofa“ sitzen. Das war eine trächtige Stute, die einen sehr breiten Rücken hatte. Bis jeder dran gekommen war, war dann auch schon Abend. Walter hatte den Grill angeworfen, zum Glück gab es auch leckeres vegetarisches Grillgemüse, schließlich verabschiedeten sich alle. Bine und ich gingen zurück ins Womo.

Am zweiten Tag ging es wieder mit einem gemeinsamen Frühstück los. Nach etwas Theorie sind wir mit den Pferden „Gassi“-gegangen. Dabei war zu beachten, dass das Pferd immer den richtigen Abstand zu einem einhält.
Das heißt, das Pferd soll etwa zwei Meter bei durchhängendem Seil hinter einem hergehen. Da uns die zwei Esel so traurig hinterher geschaut hatten, als wir alle mit den Pferden weg sind, sind Bine und ich noch vor dem Essen mit Pucki und Atze auch „Gassi“-gegangen. Da hat das mit dem Abstand nicht wirklich geklappt aber es war trotzdem super. Esel sind halt einfach stur!
Nach dem Mittagessen ging es dann darum, das Pferd im Round-Pen ohne Longe oder sonst irgendwas zu steuern. Nur mit einem Seil. Das war faszinierend. Man muss nur auf die Hinterhand schauen und von hinten ein bisschen Druck mit dem Seil aufbauen und schon bewegt das Pferd sich nach vorne. Er Verstärkt man den Druck ein wenig, wird das Pferd schneller.
Baut man vor der Schulter des Pferdes etwas Druck auf, wird es langsamer. Und das alles kann man bei jedem Pferd anwenden, ohne dass man es auch nur annähernd berührt. Bei jedem Pferd ist das mit dem Druck unterschiedlich. Manche brauchen kaum und manche etwas mehr Druck. Ich durfte es dann auch bei einem Esel versuchen. Da hat es nicht wirklich geklappt.
Um 17 Uhr war der Kurs dann zu Ende. Nach und nach sind alle Teilnehmer nach Hause gefahren. Bine und ich haben dann das Womo gepackt haben uns verabschiedet und sind auch losgefahren. Das war eines der tollsten Wochenenden überhaupt!
Alle in der Gruppe waren total nett und hilfsbereit. Manchmal waren es bis zu acht Hunde, die sich auch alle super verstanden haben.

Die nächsten drei Kurse werde ich auf jeden Fall auch machen.



Hier mehr Informationen: www.stone-hill-ranch.de link xy

Vroni hat ein paar Videos dazu gemacht und selbst zusammengeschnitten...!

www.youtube.com/Teil 1 Native Horsemanship Kurs externer link








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