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SfT Köln befreien über 100 Tiere...

18. Juli 2011 -
... Heimchen und Heuschrecken!


Hier der Bericht von Johanna:


Tierbefreiung

Am Montag den 18.7.2011 gingen "Schüler für Tiere" in den Fressnapf und kauften über 100 Heuschrecken und Heimchen, um sie zu befreien.

Sie gingen zu einer Wiese und befreiten die Tiere. Die Grillen, Heuschrecken und Heimchen freuten sich über dieses neue und freie Leben. Sie sprangen fröhlich aus ihren Boxen. "Schüler für Tiere" waren stolz auf ihre Arbeit und erleichtert, dass sie die Tiere nicht mehr in so kleinen Boxen sehen mussten.

Sie waren vorallem glücklich darüber dass sie den Tieren helfen konnten.



Kommentar von Regina Kowalzick zur Aktion:

Enttäuscht?

Nur Futtertiere, keine „Pelztiere“, „Versuchstiere“ oder „Nutztiere“ Und, ja, wir haben diese leider vorher auch noch bezahlen müssen- 30 Euro!

Ich konnte meine 12 Schüler ja nicht zum Diebstahl auffordern…… Warum dann eigentlich diese Aktion? Nur sog. Futtertiere und dann auch noch dafür Geld ausgegeben, also die Nachfrage angekurbelt. Blödsinnige und überflüssige Aktion! ? Oder vielleicht doch sinnvoll - auf den 2. Blick?

Sog. Futtertiere ( in diesem Fall Insekten) spielen bei den Menschen, auch den meisten Tierschützern, keine Rolle. Ihr Leid – zusammengepfercht in winzigen Plastikbehältern mit verletzten oder toten Artgenossen – wird nicht zu Kenntnis genommen.

Wir wollten mit dieser Befreiungsaktion auf das traurige Schicksal dieser Tiere aufmerksam machen!

Wir wollen deutlich machen, dass auch Insekten leidensfähige Mitlebewesen sind, die die Freiheit lieben, genau so wie Säugetiere, Fische oder Reptilien.

Ich sehe noch die strahlenden Augen meiner Schüler, genau in dem Moment als sie den Insekten die Freiheit schenkten. Solchen Kindern, für die schon ein Insekt, eine Schnecke oder ein Regenwurm wertvoll ist, muss man später nicht mehr lange erklären, welch Unrecht es ist, Tiere im Labor zu quälen oder in Tierfabriken einem qualvollen, würdelosen Dasein auszusetzen. Ihre Achtsamkeit und ihr Mitgefühl wird in ihrem weiteren Leben für alle Tiere gelten.

Sog. Futtertiere werden nur verkauft, weil sie als Futter für Exoten bestimmt sind. Als Futter für Tiere, die selbst vielfach leiden, da sie aufgrund ihrer schwierigen Haltungsbedingungen eigentlich nie optimal in unseren klimatischen Verhältnissen gehalten werden können. Die Anzahl der Exoten nimmt stetig zu, ihr Leid und das Leid der Futtertiere ebenso. Exoten sind weder "Zootiere" noch "Heimtiere". Artgerecht kann für sie nur die Freiheit in ihrem ursprünglichem Lebensraum sein!

Tierschutz bedeutet für uns, sich für alle Tiere, die leiden, einzusetzen, egal, ob Heuschrecke, Wurm, Maus, Hund oder Schwein! Weitere Befreiungsaktionen werden folgen, das habe ich mit meinen Schülern schon besprochen.

Regina Kowalzick






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