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SfT schreiben an einen Schulleiter...

31. Mai 2011 -
... wegen grauenhafter Vorfälle mit seinen "Schulkaninchen"



Hier der 1. Artikel und erste Vorfall in der Schule in der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung am 07. März 2011: PDFals pdf

Dazu der 2. Zeitungsartikel am 28. Mai 2011: PDFals pdf

Wir haben dann einen Brief an den Schulleiter geschrieben, der leider nie reagiert hat!

An die
Hauptschule Westhagen
z.Hd. Herrn Schulleiter Fiedler
Halberstädterstraße 30
38444 Wolfsburg

28.05.2011 Sehr geehrter Herr Fiedler,

wir sind zutiefst entsetzt und schockiert, was sich dort an Ihrer Schule ereignet hat.

Schule muss Vorbildfunktion in jeder Hinsicht sein!

Welche Einstellungen und Verhaltensweisen werden Ihren Schülern mit solchen Haltungsbedingungen von leidensfähigen Tieren nahe gebracht?

Durch die Vermittlung von Achtsamkeit, Respekt und Mitgefühl können wir einen Beitrag zur Gewaltprävention und zur Entwicklung sozialer Kompetenzen junger Menschen leisten.

All dies geschieht bei Ihnen leider nicht - eher das Gegenteil.

Wir bitten Sie Ihrer Verantwortung nachzukommen und dafür Sorge zu tragen, dass in ihrer Schule solange keine Tiere gehalten werden bis sichergestellt ist, dass die Tiere kompetent und liebevoll, artgerecht, rund um die Uhr betreut und versorgt werden.

Wir müssen leider auch zur Kenntnis nehmen, dass Sie dieses Projekt “Tiergestützte Therapie” noch erweitern möchten, indem Sie sogar eine besondere Klasse dafür einrichten möchten.

UNSERE Einstellung zur sog. “Tiergestützten Therapie” ist eine andere:

WIR legen Wert auf die Voraussetzung:

Der Eigenwert des Tieres steht vor dem „Nutz“wert!
Dies bedeutet, dass bei der „tiergestützten Therapie“ der bestmögliche Umgang mit dem Tier gewährleistet sein muss. Die arteigenen Interessen und Bedürfnisse müssen in jedem Fall berücksichtigt werden.

Das Tier darf nicht auf seinen therapeutischen Wert reduziert werden, indem es als eigenständiges Lebewesen nur noch die Rolle des Statisten in dieser Mensch-Tier-Beziehung spielt.

Es gilt weiterhin, anzuerkennen und zu akzeptieren, dass manche Tiere aus unterschiedlichen Gründen die Nähe des Menschen meiden oder aggressiv reagieren können. Dies gilt besonders für die sog. „Kleintiere“, wie Meerschweinchen und Kaninchen, die eigentlich Fluchttiere sind, und sich nicht als sog. „Therapietiere“ eignen. Unfälle, die durch menschliche Fehlleistungen wie Unkenntnis, Fehleinschätzung oder mangelnde Erziehung (z. B. mit Hunden) geschehen, sollen verhindert werden. Auch hier gilt: Tierschutz ist Menschenschutz!

In unseren 5 Seminaren zum Mitweltpädagogen (s. www.achtung-mitwelt.de) haben wir auch auf solche Problematiken der Kleintierhaltung als „Therapietiere“ hingewiesen.

Wir hoffen auf Ihre Einsicht und stehen gerne für weitere Anregungen oder Hilfe zur Verfügung.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Schüler für Tiere