SfT bei der Veggiewolrd in Wiebaden:
13. Februar 2011 -
... interessante Gespräche, Vorträge und Infostände!
Hier der Bericht von Daniela:
Mit ausreichend Hunger und genügend Flyern im Trolley (der farblich leider ganz und gar nicht zu unseren SfT-Outfits passte) haben wir uns gestern auf den etwas weiteren Weg in mein Geburtsland Hessen nach Wiesbaden zur Veggieworld gemacht. Diese fand zum ersten Mal statt und schloss sich an die Paracelsus-Messe an.
Die zahlreichen Stände bezüglich vegetarischer und veganer Ernährung reihten sich in einer kleineren Halle aneinander und waren sehr gut besucht. Wobei sich auch ein paar „gesundheitsbewusste“ Carnivoren von der anderen Messe hier hin verlaufen hatten. An dieser Stelle einen gaaanz lieben Gruß an die wahnsinnig attraktive Dame mit dem Pelzkragen und ihrer „Wir-nähen-uns-was-Tolles-aus-Leichenteilen-Tasche“ der Firma Pradaver. (Hach, bin ich heute wieder kreativ.)
Wir probierten uns durch die Essensstände und knüpften viele, hoffentlich Früchte tragende, Kontakte mit Gleichgesinnten.
Als Höhepunkt stellte sich die Podiumsdiskussion zwischen Tierrechtler Herrn Dr. Helmut Kaplan, Autorin Karen Duve, dem Geschäftsführer des Vebu Sebastian Zösch und dem Antivegan-Blogger Tim ??? heraus. Es wurde SEHR intensiv diskutiert und einige Zuschauer beteiligten sich lautstark. Mister Vebu war die ganze Zeit am Grinsen und bemühte sich, jedem ausreichend Zeit zu geben, um seinen Standpunkt zu vertreten. Der „Troll“ unter den Rednern, Tim ??? (so betitelt von Frau Duve) fühlte sich trotz der eindeutigen Kommentare des Publikums sichtlich wohl. Ich hab eigentlich nur darauf gewartet, dass er einen Burger auspackt und sich genüsslich darin verbeißt. Frau Duve als Frischling-Vegetarier überzeugte mich mit ihren Ausführungen nicht ganz. Wohingegen Herr Dr. Kaplan, den ich an diesem Tag das erste Mal sehen und hören durfte, für mich äußerst schlüssige Argumente und Thesen darlegte.
Ein weiterer kleiner Höhepunkt war die Kochshow von Attila Hildmann, dessen vegane Sandwichkreation ich kosten durfte. Zumal ich ihm mit meinem selbstlosen Einsatz in Form eines Pflasters das Leben rettete, als er sich beim Kräuterschneiden „lebensbedrohlich“ verletzte.
Die Paracelsus-Stände haben wir natürlich auch besucht, in der Hoffnung auf eine Gratismassage, die uns aber leider verwehrt blieb. Stattdessen hatten wir die unsagbar tolle Möglichkeit, unsere Aura fotografieren zu lassen, Lichtwesen zu treffen und uns unter Pyramiden zu setzen, die uns Lebensenergie zuführen sollten. Da unser Geldbeutel leider schon geplündert war, mussten wir wohl oder übel darauf verzichten. Vielleicht im nächsten Leben.
Mein Fazit: es gibt seltsamere Menschen auf dieser Welt als Vegetarier und Veganer ;-)
Daniela

Dr. Helmut Kaplan & Daniela
Hier der bericht als pdf
