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Schüler für Tiere starten ihr neues Ungarnprojekt

Tierquälerei ist ein länderübergreifendes Problem und tritt in den unterschiedlichsten und grausamsten Formen auf:

  • In Teilen Spaniens werden Hunde erhängt, um sich ihrer zu entledigen,
  • Stierkampf ist eine alte Tradition,
  • in Ungarn fristen Kettenhunde ein unvorstellbar tristes und leidvolles Dasein,
  • Straßentiere werden in vielen Ländern misshandelt
  • und zahlreiche Hunde landen in Tötungsstationen.
  • Die Haltung, der Transport und die Tötung sog. „Nutz“tiere findet in südlichen Ländern unter noch weit schlimmeren Bedingungen als bei uns statt.

  •   Es gilt, diese Fülle von Tiermisshandlungen zu beenden.
    Ein schwieriges Unterfangen – aber nicht aussichtslos!

    Das Problem besteht darin, den Menschen in diesen Ländern das Leid aufzuzeigen, das die Tiere bei solchen Behandlungen erfahren. Oftmals geschehen solche Quälereien nämlich nicht aus gezielter Grausamkeit, sondern vor allem aus Unwissenheit!

    Die Leute wissen einfach nicht, wie z.B. Hunde richtig zu halten sind, dass sie ausreichend Wasser und Nahrung benötigen etc. Allerdings gestaltet es sich als sehr schwierig, die Menschen aufzuklären oder überhaupt zu ihnen durchzudringen. Ihnen ist ein solcher Umgang mit Tieren seit frühester Kindheit vertraut und es fällt ihnen schwer, Änderungen vorzunehmen.

      Deswegen kann der Tierschutz, der von außen erfolgt, nicht nur aus Sachspenden oder Tierrettungen bestehen, sondern er muss vor allem frühe Aufklärungsarbeit bei der Jugend leisten! Ein Kind, das bereits in seiner Schulzeit den richtigen Umgang mit Tieren erlernt und dem aufgezeigt wird, welches Recht auf Leben auch Tiere besitzen, wird diese vermittelten Werte verinnerlichen und sein ganzes Leben über Tieren mit Respekt und Mitgefühl begegnen.
    Außerdem ist erwiesen, dass Tierschutz gleichzeitig Menschenschutz bedeutet, da beide wesentlich von der Fähigkeit zum Mitleid abhängen. Deswegen ist es wichtig und richtig, den Schutz der Tiere fächerübergreifend in die schulischen Richtlinien und Lehrpläne mit aufzunehmen. Dies ist eines der Hauptziele von „Schüler für Tiere“. Die Schule ist es, die die Menschen neben dem Elternhaus mit am meisten in ihrer Entwicklung prägt. Es kann und muss also die Aufgabe der Schulen sein, die Kinder zu verantwortungs- und liebevollem Umgang mit Tieren zu erziehen – dies würde nicht nur den Tieren in aller Welt zugute kommen, sondern auch der Persönlichkeitsbildung der Kinder insgesamt sehr förderlich sein!

      Jedoch reicht es „Schüler für Tiere“ nicht, den Tierschutzgedanken lediglich in den Schulen Deutschlands zu etablieren. Tiere leiden in aller Welt, somit muss auch international Aufklärungsarbeit bei Jugendlichen geleistet werden. Deswegen hat „Schüler für Tiere“ sein „Ungarnprojekt“ gestartet:

      In Ungarn herrschen schlimme Missstände im Bezug auf den Umgang mit Tieren.
  • Die meisten Haushunde z.B. verbringen ihr ganzes Leben an zu kurzen Ketten, die sie verletzen oder strangulieren.
  • Sie erhalten weder ausreichend Futter noch Wasser noch Auslauf
  • und müssen jedes Wetter im Freien ertragen.
  • Zwar ist es verboten, doch werden viele Hunde und Katzen misshandelt, erschlagen oder ertränkt, um sich ihrer zu entledigen.
  • Da Kastrationen kaum vorgenommen werden, gibt es eine erhebliche Anzahl an Straßenhunden. Diese werden von so genannten „Gepmestern“ eingesammelt und in Tötungsstationen gebracht, wo sie nach ca. 14 Tagen  erschlagen oder eingeschläfert werden – allerdings ohne Narkosemittel.

  • Um die Menschen über das Leid, welches sie verursachen, aufzuklären, arbeitet „Schüler für Tiere“ nun mit einer neu erstellten Partnergruppe zusammen – Schüler aus dem ungarischen Ort Zalacsany.
    Der Kontakt entstand über Uta Trapp, die als Deutsche in Ungarn lebt und selber gegen das Tierleid vorgehen möchte.
    „Schüler für Tiere“ hofft nun auf eine enge Zusammenarbeit mit diesen Schülern, die diese und deren Umfeld für d as Erkennen der Missstände sensibilisieren soll. Damit ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einem internationalen Austausch unter Schülern im Bezug auf den Tierschutz getan.

      Doch ohne weitere Informationen und Aufklärung wird sich in solchen Ländern wie Ungarn nichts am Tierleid ändern.
    Die Einheimischen, vor allem die Kinder und Jugendlichen unter ihnen, sind also unbedingt in die Tierschutzarbeit mit einzubinden, um ein eigenes Bewusstsein für eine solche zu bilden. Daher muss es als gemeinsames Ziel für alle Tierschützer gelten, neue Projekte zu entwickeln, die diese Aufklärungsarbeit leisten.
    Um dieses Ziel zu verwirklichen, benötigen wir dringend ideelle und finanzielle Unterstützung! Helfen Sie mit – für die Tiere!
      Denise Küpper (Jahrgangsstufe 12)
    Projektleiterin Jugendtierschutz im Ausland 2008




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