Was hat ein Burger
mit der Zerstörung des Regenwaldes zu tun?
Für die Viehhaltung, aber auch für den Anbau der Futtermittel (Soja, Getreide) für das Vieh,
werden riesige Flächen tropischen Regenwalds gerodet.
Um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen werden
7 bis 16 Kilogramm Getreide benötigt. Auf der dafür notwendigen Fläche ließen sich im selben Zeitraum
200 Kilogramm Tomaten oder 160 Kilogramm Kartoffeln ernten.
Jeder hat es selbst in der Hand wie er sich ernährt. Die vegetarische Ernährung bietet nur Vorteile:
sie erspart Millionen Tieren unsagbares Leid,
sie spart Energie, Nahrungsmittel und Wasser,
sie belastet das Klima deutlich weniger,
sie schont den Regenwald!
Der Journalist Siegfried Pater aus Bonn bringt es auf den Punkt:
"Wenn wir in einen Hamburger beißen, dann fressen wir uns wie Termiten durch den Urwald!"
Quelle:
www.faszination-regenwald.de/tropenholz
Der weltweite Hunger auf Beef und Burger zerstört immer mehr Regenwaldflächen im Amazonas,
warnt eine neue Studie internationaler Wissenschaftler des „Center for International Forestry Research” (CIFOR).
Weitgehend frei von BSE und Maul- und Klauenseuche, entwickeln sich brasilianische Rinder zum Verkaufsschlager.
In den vergangenen sechs Jahren haben sich die Rindfleischexporte aus Brasilien verfünffacht, so die Studie.
Die dramatischen Entwaldungsraten im Amazonas hängen nach den Untersuchungen der Wissenschaftler unmittelbar
mit dem Rinderboom zusammen.
1990 weideten im größten Regenwaldgebiet der Erde rund 26 Millionen Tiere. 2002 waren es bereits etwa 57 Millionen.
80 Prozent der brasilianischen Rinderproduktion stammt aus dem Amazonas. Während der Binnenmarkt praktisch stagniert,
steigen die Exporte nach Europa steil nach oben – mit dramatischen Folgen.
2003 wurden im Amazonas 2,5 Millionen Hektar Wald zerstört, 40 Prozent mehr als im Vorjahr.
„In den vergangenen zehn Jahren ging eine Waldfläche verloren zweimal so groß wie Portugal”,
heißt es in der Studie. „Die meisten Flächen sind heute Weideland.”
Weil sich neben den Rinderzüchtern auch die Sojafarmer rasant ausbreiten (siehe Artikel "Essen wir den Amazonas auf?"),
benötigt Brasilien immer neue landwirtschaftliche Flächen, die überwiegend dem Amazonas abgerungen werden.
siehe auch
www.regenwald.org/Essen wir Amazonien auf?
Die einheimische Bevölkerung profitiert davon nicht. „An der Regenwaldzerstörung verdient nur eine kleine Oberschicht“,
beklagt Benigno Pessoa Marques. Die meisten Menschen in Urwaldstädten wie Altamira sind extrem arm.
mehr Infos:
www.regenwald.org/
Warum ist die Rinderhaltung auf den nährstoffarmen Böden, auf denen einst tropische Regenwälder standen,
nicht profitabel?
Lediglich ein Rind kann pro 0,8 Hektar (8.000 Quadratmeter) Weidefläche gehalten werden,
mehr vertragen die kargen Böden nicht. Daraus ergibt sich eine Fleischproduktion von etwa 40 Kilogramm pro Jahr und Hektar.
Zum Vergleich: In Deutschland sind es bis zu 2.500 Kilogramm.
Und auch die Ökobilanz für die Produktion von Fleisch
ist denkbar schlecht. Während der zwei Jahre dauernden Mast eines Rinds von 600 Kilogramm Gewicht ergibt sich:
Verbrauch von 3,5 Tonnen Soja und anderem Getreide als Futtermittel
(zwischen 7 und 16 Kilogramm Futtermittel pro Kilogramm Fleisch),
Verbrauch von 600.000 Liter Wasser für den Anbau der Futtermittel,
Verbrauch von 14.000 Litern Trinkwasser für das Tier,
Verbrauch von 2.500 Litern Treibstoff als Energie für Landrodung, Futtermittelanbau usw.,
Freisetzung großer Mengen Kohlenstoffdioxid, Methan und Dung.
Welch eine Verschwendung für nur 300 Kilogramm Fleisch! Auf der Erde hungern über 850 Millionen Menschen
trotz des weltweiten Getreideertrags von 1,6 Milliarden Tonnen (Daten von 2006).
Das heißt, für jeden der rund 6,6 Milliarden Menschen gäbe es rein rechnerisch pro Tag 652 Gramm Getreide.
Doch knapp die Hälfte des Getreideertrags und 90 Prozent der jährlichen Erträge von Sojabohnen landen in den
Trögen der 20 Milliarden weltweit vorkommenden Nutztiere.
mehr Infos:
www.faszination-regenwald.de/
Was du tun kanst:
Informiere dich und deine Freunde und Bekannten über die Soja-Problematik. Du findest weitere Informationen auf der Homepage www.regenwald.org.
Frage in deinem Supermarkt oder bei deinem Metzger, womit die geschlachteten Tiere gefüttert worden sind.
Verzichte auf Fleisch und Wurst aus der Massentierhaltung.
Stellen deine Essgewohnheiten um. Wenn du weniger Fleisch isst, dafür aber vom Biometzger, zahlst du unter dem Strich nicht mehr.