Grüne Gentechnik
Es geht um die Gesundheit von uns allen!
Was ist Gentechnik überhaupt?
Als Gentechnik bezeichnet man alle Verfahren, die gezielte Eingriffe in das Erbgut (DNA) –
also in die biochemischen Steuerungsvorgänge der Körperzellen von Menschen, Tieren und Pflanzen ermöglichen.
Einfach ausgedrückt: Gentechnisch verändertes Erbgut wird in Zellen "implantiert".
Die Gentechnik ist damit ein radikaler Eingriff in lebende Organismen und ist,
entgegen anders lautenden Behauptungen keinesfalls vergleichbar mit Veränderungen,
die der Mensch langsam und über lange Zeitspannen hinweg durch Züchtung vorgenommen hat (z.B. Getreide).
Schon gar nicht ist die Gentechnik die Fortsetzung der Evolution mit genetischen Mitteln und nur die
beschleunigte Form dessen, was ohnehin in der Natur vor sich geht.
Was ist Bt-Mais?
Bt-Mais ist auch bekannt unter der Bezeichnung "MON810".
Diese Maissorte produziert in seinen Zellen das Gift des Bazillus thuringiensis,
natürliches Pestizid, gegen das die Maispflanze selbst resistent ist.
Dieses Pestizid soll vor dem Befall mit dem Maiszünsler, einem kleinen Schmetterling, schützen.
Der jedoch wird inzwischen selbst resistent! Die sonstigen Risiken für die Umwelt -
für Honigbienen, Regenwürmer, Schmetterlinge usw. - sind unkalkulierbar.
Entwickelt wurde MON810 von dem amerikanischen Konzern Monsanto. Ihm geht es um Gewinnmaximierung;
ökologische Bedenken zählen nicht. Die Risiken sind gravierend, denn die Biodiversität und das gesamte
ökologische Gleichgewicht könnten bedroht sein, falls der Bt-Mais zum Einsatz kommt. So ist
z. B. die Kontaminierung anderer Pflanzen vorprogrammiert, wie sich in Kanada gezeigt hat.
Die großen Pharma- und Chemieriesen, allen voran Monsanto, die 90 Prozent des Weltmarktes für
gentechnisch veränderte Pflanzen kontrollieren, erhoffen sich von dem Projekt MON810 nicht nur
riesige Profite, sie wollen auch mittelfristig die gesamte Produktion von Nahrungsmitteln von
sich abhängig machen, mithin die Weltbevölkerung bezüglich Ernährung unter ihre Kontrolle bringen!
Die Bauern sind gezwungen, sich für jede Aussaat neues Saatgut bei dem jeweiligen Konzern zu kaufen,
da die ausgesäten Pflanzen dank des eingebauten "terminator-Gens" nicht fortpflanzungsfähig sind.
Seit Jahrzehnten versucht die einschlägige Lobby, der Bevölkerung die "grüne Gentechnik" schmackhaft zu machen,
indem sie behauptet, diese sei notwendig, um dem Hunger in der Welt entgegenzuwirken.
Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall.
Der gentechnisch veränderte Mais wird vor allem in den USA seit 1995 großflächig angebaut.
Er wird in größerem Umfang auch in Argentinien, Kanada, Südafrika und auf den Philippinen angebaut.
1998 beschloss die Europäische Union, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen für von Lebens-
und Futtermitteln zu erlauben. Mehrere EU-Länder wie z.B. Österreich, Griechenland, Ungarn und seit Anfang
2008 auch Frankreich haben für "MON810" mittlerweile nationale Verbote erlassen, weil neue wissenschaftliche
Erkenntnisse bezüglich der Risiken vorliegen. In Spanien, Deutschland (neue Bundesländer),
Portugal und Tschechien wird Bt-Mais noch angebaut!
Gründe gegen die "grüne Gentechnik":
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Bisher sind die genauen Wirkmechanismen unklar,
wenn bei Pflanzen und Tieren das Erbgut verändert wird. Immer wieder tauchen bei gentechnisch
veränderten Pflanzen unerwartete Eigenschaften auf.
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Bereits jetzt zeigt sich,
dass der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen zu einem Artenrückgang führt.
Darüber hinaus entstehen resistente "Super-Unkräuter". Das von den genmanipulierten Pflanzen produzierte Gift,
reichert sich im Boden an.
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Forscher haben noch nicht geklärt,
wie sich der Verzehr von gentechnisch veränderten Organismen langfristig auf die menschliche Gesundheit auswirkt.
Es liegen keine Langzeitstudien vor. Somit sind alle Konsumenten, weil die Risiken noch nicht feststehen,
unfreiwillige "Testpersonen"!
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Die Vegetationsperiode in den mittleren Breiten wird sich verlängern. Dies
könnte zu höheren Ernteerträgen in der Landwirtschaft führen, sofern es genug Niederschlag gibt. Die semiariden
Gebiete Afrikas und Südasiens werden unter schweren Dürren leiden.
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Besonders bedenklich sind die Antibiotika-Resistenzen,
die in viele bisher entwickelte Gen-Pflanzen eingebaut wurden. Auf Bakterien einmal übergegangen,
kann dies zu resistenten Stämmen führen.
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Sind gentechnisch veränderte Pflanzen erst einmal angebaut,
können sie sich unkontrollierbar ausbreiten. (Pollenflug, über Insekten, Vögel und andere Tiere)
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Für die Hersteller von BIO-Nahrungsmittel hat ein
Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Nachbarschaft erhebliche Mehrkosten für Analytik
und Qualitätssicherung zu Folge.
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Schon bei einem geringen Anbau an Genpflanzen sind die
Verbraucher nicht mehr sicher, was sie tatsächlich essen, denn Pollenflug und Verunreinigungen
im Saatgut machen einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen fast unmöglich.
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Die "grüne Gentechnik" gefährdet Arbeitsplätze,
denn sie ist eine Rationalisierungs-technologie. Gentechnik-Konzerne werden die mittelständischen
und herkömmlichen Saatzucht-Unternehmen nach und nach vom Markt drängen.
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Niemand kommt für mögliche Schäden durch gentechnisch
veränderte Pflanzen auf - nicht die Industrie, die sie herstellt, nicht der Bauer,
der sie anbaut und auch keine Versicherung.
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Gentechnisch veränderte Pflanzen werden
patentiert und führen somit zu einer monopolistischen Marktbeherrschung einzelner Konzerne.
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Es bestehen gesundheitliche Risiken!
Die Ergebnisse einer aktuellen Langzeitstudie im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums ergab,
dass mit Gen-Mais gefütterte Mäuse in ihrer Fruchtbarkeit erheblich beeinträchtigt sind
Wir setzen unsfür eine ökologische Landwirtschaft ohne Gentechnik ein,
denn die Gesundheit von Mensch und Tier ist eines unserer zentralen Anliegen.