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Klimaschutz

Das Klima geht uns alle an!

Klimaschwankungen hatte es in der Erdgeschichte schon immer gegeben. Nach Eiszeiten folgten Wärmeperioden. Aber die früheren Klimaveränderungen gingen langsam vor sich. Tiere und Pflanzen hatten genügend Zeit, sich den neuen Bedingungen anzupassen. Heute befindet sich der Planet in einer sehr schnellen Erwärmungsphase. Die globale Durchschnittstemperatur ist in den letzten 100 Jahren schon um 0,74 Grad Celsius gestiegen, und Klimaforscher halten einen weiteren Anstieg bis 2100 um 6,4 Grad Celsius für möglich.

Der Grund für die rasche Erwärmung liegt an unserer modernen Lebensweise in der Industriegesellschaft. Seit Beginn der industriellen Revolution wurde durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas sowie durch die die Abholzung von Wäldern und nicht zuletzt durch die Massentierhaltung hohe Treibhausgasemissionen erzeugt. Das hatte verheerende Folgen für das globale Klima.

Die Vereinten Nationen haben 2007 die Resultate des ihres "Weltklimabericht", an dem 600 Forscher beteiligt waren, veröffentlicht. Er enthält alarmierende Fakten: Eine Katastrophe ist nicht mehr auszuschließen! Das Klima reagiert drastischer auf den anthropogenen Treibhauseffekt als bisher angenommen.

Die Prognosen kurz zusammengefasst:

  1. Das Nordpolarmeer wird ab Mitte des Jahrhunderts im Sommer eisfrei bleiben.

  2. Die Mittelmeerküsten werden durch tropische Hitze in den Sommermonaten kaum mehr bewohnbar sein. Der Tourismusindustrie dieser Regionen wird kollabieren.

  3. In Gebirgen wird in den Wintermonaten weniger Schnee fallen.

  4. Die Vegetationsperiode in den mittleren Breiten wird sich verlängern. Dies könnte zu höheren Ernteerträgen in der Landwirtschaft führen, sofern es genug Niederschlag gibt. Die semiariden Gebiete Afrikas und Südasiens werden unter schweren Dürren leiden.

  5. Die Meerestemperaturen steigen bis in eine Tiefe von drei Kilometern an.

  6. Zwölf der letzten dreizehn Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

  7. Die extreme Wetterlagen werden zunehmen.

  8. Die Gletscher der Hochgebirge werden abschmelzen, ebenso das Inlandeis von Grönland.

  9. Der Meeresspiegel wird drastisch ansteigen.

  10. Ein großer Teil der Menschheit wird durch die Wetterextreme existenziell bedroht sein.

All diese Veränderungen werden sich viel schneller vollziehen als die Klimaforscher um die Jahrhundertwende noch errechnet haben. Die Ursache ihrer Fehlprognose lag an dem rapiden Abschmelzen des Polareises. Die Polarregionen verlieren ihre Eispanzer, riesige Eisberge treiben im Meer bis in tropische Regionen. Zudem schmelzen die Gletscher der Hochgebirgsregionen seit der Jahrtausendwende schneller als je zuvor, so eine Studie, die von Schweizer Glaziologen veröffentlich wurde. Stieg im 20. Jahrhundert der Meeresspiegel um etwa 17 Zentimeter an, könnten es bis Ende dieses Jahrhunderts – so der Klimatologe Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der einer der Autoren des neuen Klimareports ist – mehr als einen Meter sein.

Der durch die bislang freigesetzten Treibhausgase sich vollziehenden Effekte sind irreversibel; die Ozeane werden noch für mindestens 1000 weitere Jahre ansteigen.

Der "Klimakollaps" wird das Antlitz der Erde in weiten Teilen verändern, und er läuft zerstörerischer ab, als man es sich vorgestellt hatte. Gewaltige Stürme treten in immer kürzerer Folge auf und verwüsten ganze Landstriche. Verheerende Dürreperioden wechseln sich mit sintflutartigem Regen ab. Die Wüstenregionen werden sich schneller als bisher ausbreiten. Immer mehr Menschen werden durch Wetterextreme um Hab und Gut gebracht und müssen ihre Heimat verlassen. Der Klimawandel ist Realität geworden und es ist mittlerweile zweifellos erwiesen, dass die klimatischen Veränderungen anthropogene Ursachen haben. Die starke Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre ist eindeutig auf den Menschen zurückzuführen.

Das Klima geht uns alle an! Nicht nur Politik und Wirtschaft sind jetzt gefordert, sondern jeder Einzelne. Gemeinsam müssen wir dazu beitragen, die Folgen der globalen Erwärmung abzumildern.

Einfache Maßnahmen, die Erfolge bringen: Sauberer Strom von Ökoanbieter, denn ein 3-4 Personenhaushalt kann dadurch seine "Öko-Bilanz" um fast 2 Tonnen Treibhausgase verringern. Energiesparsame PKWs beim Kauf den Vorzug geben; öfter öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder mit dem Rad fahren. Die Atmosphäre wird bei einem Durchschnittsverbrauch eines PKWs von 10 Litern pro 100 Kilometer mit 800 Kilogramm CO2 im Jahr belastet. Flugreisen vermeiden. Weniger oder am besten überhaupt kein Fleisch und keine Milchprodukte konsumieren. Jeder VegetarierIn erspart dem Klima rund 400 Kilogramm CO2-äquivalente Treibhausgase pro Jahr.

Solange diese Regierung dem Klimaschutz keinen Verfassungsrang einräumt und – wenn überhaupt - nur halbherzige Maßnahmen ergreift, werden wir uns damit abfinden müssen, dass wir Zeitzeugen und damit mitverantwortlich sind für die Zerstörung dieses Planten.







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