Grundwasserschutz
Wasser ist der Quell des Lebens...
Unser Planet ist zu über 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Trotzdem ist Wasser ein knappes und kostbares Gut,
denn nur rund drei Prozent dieser gewaltigen Mengen bestehen aus Süßwasser.
Von diesen 3 Prozent sind wiederum nur ein Drittel der menschlichen Nutzung zugänglich,
der Rest ist in Form von Eis in Gletschern gespeichert.
Vier Milliarden Menschen leiden unter Wasserknappheit; sie haben nur ungenügenden oder
keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dies verdeutlicht, wie wichtig der verantwortungsvolle
Umgang mit dem Leben spendenden Nass ist.
In Deutschland werden bislang ca. 80 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen,
in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und West-Berlin sind es sogar fast 100 Prozent.
Der Pro-Kopfverbrauch liegt in Deutschland im Schnitt bei 127 Liter pro Tag. Das ist im
Vergleich zu anderen europäischen Ländern sogar recht maßvoll. Die Einwohner Norwegens
verbrauchen beispielsweise 260 Liter am Tag.
Wasser ist nicht nur ein wichtiges "Lebensmittel", sondern wird auch für die Industrie
als Rohstoff, Reinigungs- oder Kühlmittel verwendet. Der weltweit größte Wasserverbraucher
ist jedoch die Landwirtschaft: "Nutzpflanzen" und "Nutztiere" verbrauchen Unmengen an Wasser,
wobei letztere in der Wasserbilanz am negativsten auffallen.
Von großer Bedeutung für die Volksgesundheit ist die Sauberkeit des Grundwassers.
Abwässer, Gülle, Industrie-Chemikalien, Pestizide, Düngemittel und Fluorkohlenwasserstoffe
sind neben Öl, Schwermetallen und radioaktiven Stoffen die größten Gefahrenquellen für das Grundwasser.
Wir setzen uns für eine ökologisch vertretbare Wasserwirtschaft ein. Der Ausbau von flächendeckenden
Kläranlagen muss per Gesetz durchgeführt werden. Die Industrie ist in die Pflicht zu nehmen,
ihr Gebrauchswasser (Reinigungs- und Kühlwasser) vor der Einleitung so zu klären, dass es keine
Schäden bei lebenden Organismen erzeugt. Hierzu sind EU-weit die Schadstoff-Grenzwerte zu reduzieren.
Ein weiterer Schritt zur Reinhaltung des Grundwassers wäre eine Verminderung der Einleitung von Gülle,
die mit Nitraten und anderen schädlichen Stoffen angereichert ist. Dies würde sich automatisch ergeben,
wenn bundesweit die Nutztierbestände kontinuierlich abgebaut würden.
Sauberes Wasser und saubere Luft – Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt.