Schüler für Tiere Alsfeld: Bericht über Schulhühner in der Oberhessischen Zeitung!

Alsfelder Schüler und Lehrer retten Legehennen
 
In der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld gackern die Hühner: Die Tierschutz-AG der Schule schenkt mit Unterstützung der Schulgemeinde Legehennen ein „glückliches Hühnerleben“.
 
Von Linda Buchhammer
 
An der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld gackern die Hühner: „Willkommen im Leben“, schenkt die Tierschutz-AG der Haupt- und Realschule mit Unterstützung der Schulgemeinde seit wenigen Wochen auf dem Schulgelände fünf ausgedienten Legehybriden aus einem Legehennen-Mastbetrieb ein „glückliches Hühnerleben auf dem Lande“. Mit Entzücken übernehmen die Schülerinnen Melina Schmalz und Luise Keil eine Patenschaft für zwei Hennen und kümmern sich mit vollem Tatendrang um das gesamte Hennen-Quintett.
„Ich wollt‘ ich wär´ ein Huhn“, blitzt beim Erblicken des Hühnerareals der erste Gedanke à la Comedian Harmonists auf, obgleich die Vorgeschichte der Tiere im Industriemastbetrieb alles andere als lustig ist. „Gut ein Jahr Vorbereitung gehen dem heutigen Stand voraus“, eröffnen Schulleiterin Anne Christ und Förderschullehrerin Ann-Catrin Schmidt die Einsichten in ein neues Betätigungsfeld der Schule – die Adoption und Freilandhaltung von Hühnern. „Wenn wir den Tieren ein Zuhause bieten, dann aber ein bisschen Bullerbü“, haben Beteiligte nach ihrem Entschluss zur Übernahme von ausgedienten Industrielegehennen schnell vor Augen. Aus Vorstellungen und Worten werden Taten, mit vereinten Kräften und wachsender Begeisterung tragen viele Hände zu einem Paradies für die Hühner bei. Kurzum entsteht ein geschütztes Gehege mit Baumidyll und Schattenplatz, ein Hühnerhaus mit Innendekoration und Porträts an den Wänden, mit Ruhebank für die verantwortlichen Fütterer oder tier- und naturliebenden Besucher. Und mit ganz viel Raum zur freien, artgerechten Entfaltung. Noch vor Beginn der Sommerferien ziehen die tierischen Bewohner in einem körperlich-jämmerlichen Zustand ein und erfahren fortan echte Tierliebe – sie blühen auf und entwickeln sich prächtig. Das Gemeinschaftsprojekt findet in der Schulgemeinde viel Anklang. Schüler, Lehrkräfte, Eltern und externe Gönner nehmen auf vielfältige Weise Anteil. Der erste Impuls zur Hühnerrettung wurde bereits vor längerer Zeit in einer gemeinsamen Umweltschutz-AG mit der benachbarten Albert-Schweitzer-Schule gelegt. „Fragen zu Mastbetrieben, Legebatterien, Massentierhaltung und ihren gravierenden Folgen sind heute nicht nur im Biologieunterricht für die Schüler ein Thema“, gehen die Lehrkräfte und Siebtklässlerinnen noch einmal an die Anfänge ihrer Hühnerrettung zurück. Eingängig machte daraufhin die Tierschutz-AG ihre Hausaufgaben und beschäftigte sich mit der Übernahme der unwirtschaftlich gewordenen Legehennen, um die Tiere vor dem Schlachter zu bewahren. Dazu wiederum setzten sich die Tierschützer mit dem gemeinnützigen Verein „Rettet das Huhn“ in Verbindung und erfüllten bis zur Abholung der Hühner die notwendigen Arbeiten und gesetzlichen Bestimmungen zur artgerechten Hühnerhaltung. Denn: „Hühner sind meldepflichtig und müssen über das Veterinäramt bei der Tierseuchenkasse gemeldet werden!“, haben die federführenden Protagonisten in allem Tun und Treiben gelernt.
„Das sind Lotte, Mavie und die anderen drei haben bisher noch keinen Namen“, stellen die jungen Hühnerpatinnen Melina und Luise schließlich im Gehege die Hühner näher vor. Recht zutraulich lassen sich allesamt von den menschlichen Beschützerinnen in die Arme schließen. Die Beschreibungen der Tiere bei Ankunft in Alsfeld lösen mitunter kalte Schauer aus. Ein Anblick des Geflügels offenbart auffallende nackte Stellen im Federkleid, die jetzt nachwachsen. Die ersten Sonnenstunden in Freiheit an der GSS genossen die Hühner wohl in vollen Zügen.
„Melina und Luise kümmern sich von Beginn an vorbildlich um die Hühner“, loben und freuen sich die Schulleiterin und AG-Leiterin über das exemplarische Engagement der beiden Hühnerexpertinnen aus der siebten Jahrgangsstufe. Mehrmals am Tag gingen die Heranwachsenden in den Ferien und gegenwärtig zum Hühnerhaus, sei es zum Öffnen des Stalles, zum Füttern, zum Holen der Eier, zum Misten und letztlich zum sicheren Einsperren der Tiere zur Nacht – die Mädchen zeigen und übernehmen wie ihre Gefährten über das Schulische hinaus Verantwortung.
„Als wir erfuhren, dass unsere Schule Hühner bekommt, waren wir sofort an einer Patenschaft interessiert. Wir haben uns das total schön vorgestellt“, malen die beiden ihren Spaß an der Tierbetreuung in einem knapp zweiseitigen Script näher aus. Dabei bedanken sie sich auch bei ihren Eltern für die uneingeschränkte Unterstützung.

Wer sich jetzt allerdings fragt, ob die Hühner nicht den Unterricht stören mit ihrem lauten Gegacker, den kann das Quartett sofort beruhigen. „Bisher habe sich noch kein Schüler oder Lehrer über die Anwesenheit der Tiere beklagt. Ganz im Gegenteil, mit großem Interesse verlegten die Klassen den Unterricht nach draußen – zu einer Stippvisite bei den neuen Mitgliedern der Schulgemeinde. Dann aber lachen nicht nur die Hühner.

Quelle: Oberhessische Zeitung

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