Schüler für Tiere e.V. hilft einem Ehepaar in der DomRep mit 500€

Eine Spende in Höhe von 500,00 € ging heute an die Asociación Amigos de Lucky, einen kleinen zweiköpfigen Tierschutzverein in der Dominikanischen Republik, der von Miriam und Andreas Busch gegründet wurde.

Nachdem Miriam und Andreas (Buschi) 1996 bei einem Urlaub in der Dominikanischen Republik die traurigen Zustände der dort lebenden Hunde sahen, beschlossen sie, dorthin auszuwandern, um den Tieren, aber auch den Menschen vor Ort zu helfen. Acht Jahre bereiteten sie sich auf die Auswanderung vor, verkauften all ihr Hab und Gut und 2004 ging es zusammen mit ihrem eigenen ehemaligen Berliner Straßenhund Lucky und ihrer Hündin Happy nach Las Terrenas.

2004 fasste so gut wie niemand einen Hund an – weder den eigenen, geschweige denn einen Straßenhund. Tritte waren an der Tagesordnung, die Hunde wurden mit Steinen beworfen, es wurden Giftköder ausgelegt. Katzen (und manchmal sogar Hunde) wurden gegessen, Hunde wurden meist nicht älter als 5 Jahre.

Nach 5 Jahren unermüdlicher Aufklärungsarbeit in der einheimischen Bevölkerung, Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden, medizinscher Behandlung der Tiere, so vielen Kastrationen der Weibchen, wie es mit den Tierärzten des Landes möglich war, beschlossen Miriam und Buschi im Jahr 2009 die Asociación Amigos de Lucky zu gründen, um auch mit Ärzten aus Deutschland legal in der Dominikanischen Republik arbeiten zu können und Überseecontainer mit dem notwendigen Equipment zu importieren. So nahmen die beiden ihre gesamten Ersparnisse, kauften OP-Tische, Transportboxen, einen alten Krankenwagen, ein großes Zelt, das als OP-Zelt diente und ausreichend Material, um eine erste sechswöchige Kastrations-Kampagne zu starten, bei der sie über 550 Hunde und fast 100 Katzen kastrierten, viele andere OPs wie Amputationen, Augenentfernungen, Brüche vornahmen, unzählige Tiere anderweitig medizinisch behandelten und für viele ausgesetzte, herrenlose Welpen eine Familie fanden.
Der schnell sichtbare Erfolg – Senkung der Population, weniger ungewollte Welpen, die ausgesetzt wurden, die Verbesserung der allgemeinen Gesundheit der Tiere u.v.m. – veranlasste Miriam und Buschi von 2009 bis 2015 mind. eine große Kastrations-Kampagne pro Jahr zu organisieren und durchzuführen, bei der nicht nur herrenlose Tiere sondern auch Besitzertiere kastriert wurden, denn die ungewollten und ausgesetzte Welpen der Besitzertiere sind meist die Straßentiere von morgen. Die Asociación Amigos de Lucky kastriert vor allem die weiblichen Tiere (mehr als 85% aller Kastrationen sind Weibchen), da nur dadurch eine Senkung und Kontrolle der Population gewährleistet werden kann.

Wenn man heute durch Las Terrenas geht, sieht man, dass sich die Zahl der Hunde enorm reduziert hat, ein Großteil der Tiere kastriert und gesund sind und viele der kastrierten Streuner mehr als gut genährt fröhlich umherlaufen.

Durch die Aufklärungsarbeit haben die Dominikaner viel mehr Verantwortung für die eigenen, aber auch die herrenlosen Tiere übernommen und teilen ihre Mahlzeiten auch mit den Straßenhunden.

Miriam berichtet: „Immer wieder werde ich gefragt, ob es nicht besser sei, alle Hunde von der Straße wegzuschaffen und z. B. in einem Tierheim unterzubringen. Dazu muss man aber folgendes wissen: Viele der Straßentiere sind Besitzertiere. Da die Dominikaner meistens kein eingezäuntes Grundstück haben, gehen ihre Tiere – während der Besitzer arbeitet – spazieren, treffen ihre Artgenossen, spielen oder besuchen Menschen, die sie mögen. Auch Straßenhunde haben ihre festen Routen und Reviere die sie meist vor Neuankömmlingen verteidigen.

In einem Dritte-Welt-Land, in dem es kein wirkliches Müllkonzept gibt, wird der Müll oft am Straßenrand entsorgt. Der organische Müll wird von den Hunden und Katzen gefressen, was gut und notwendig ist, denn sonst hätte man sehr schnell eine Überpopulation von Ratten, die meist ein höheres Gesundheitsrisiko für die Menschen mit sich bringen als Hunde oder Katzen.
Das Durchschnittsalter eines Hundes liegt nun nicht mehr nur bei 5 Jahren. Es gibt viele graue Schnauzen, die mit ihren 14 Jahren ein ruhiges und beschauliches Leben führen.“

Über 3.400 Tiere haben sie bis heute kastriert, für hunderte von Tieren ein neues Zuhause vor Ort gefunden. Sie selbst haben aktuell 28 Hunde, 7 Katzen, 2 Pferde und zahlreiche Hühner, Enten und Gänse die sie gerettet und bei sich aufgenommen haben.

Beide fahren täglich ihre Routen ab, um mehr als 60 Tiere mit Futter und Medikamenten zu versorgen, teilweise in einer Entfernung von 120 km und das alles, obwohl sie nur zu zweit sind, lediglich ein bisschen unterstützt von ihren drei haitianischen Arbeitern. Auch kümmern sie sich um Wildtiere (z.B. Buntfalken, Schleiereulen, Sumpfschildkröten oder Schlangen), die sie illegalen Wilderen abnehmen, gesund pflegen und anschließend wieder auswildern.

All diese Arbeit verursacht hohe Kosten, die zum Teil von Miriam und Buschi selbst getragen werden, da es oft nicht genug Spenden gibt. Beide haben ihr gesamtes Leben den Tieren gewidmet, verzichten seit über 16 Jahren auf ihre eigene Freizeit oder gar Urlaub, gehen nicht aus und gönnen sich selbst nur wenig. Dabei ist Miriam seit vielen Jahren chronisch krank. Aber für die Tiere halten sie durch.

Bitte unterstützen Sie die wundervolle Arbeit von Miriam und Buschi mit ihren Spenden!

Spendenkonto – Verwendungszweck: Amigos de Lucky:

VR Bank Südpfalz
IBAN: DE75548625000002589257
BIC: GENODE61SUW

oder per paypal – an Freunde bitte (sonst werden Gebühren abgezogen!):

www.paypal.me/sftlaus

Wir überweisen Ihre Spende unverzüglich!!!

https://www.facebook.com/miriam.busch.50
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https://www.amigos-de-lucky.org/



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